Habitus, Wissen und Bildung
摘要
Widmet man sich der Rezeption von Kunst – hier als visuelle Kunst verstanden – im Bezugsrahmen von Begriffen wie Habitus, Wissen und Bildung, dann liegt es nahe, dass Assoziationen mit zwei Soziologen wachgerufen werden, Pierre Bourdieu und Paul DiMaggio. Ersterer steht im Zentrum dieses Beitrags. DiMaggio wiederum stellt den Ausgangspunkt für die über Bourdieu hinausweisende Behandlung des Themas dar. Die Bourdieu-Rezeption mit kunstsoziologischer Relevanz erfuhr im Bereich empirischer Arbeiten in jüngerer Zeit zwei große Wellen: Zunächst war dies die Debatte um den „Allesfresser“-Modus kultureller Aneignungspraktiken. Danach erfolgte eine erneuerte, theoretisch und statistisch elaboriertere Lebensstil-Forschung. Diese wird, darin teilweise über Bourdieu hinausweisend, einem multi-dimensionalen bzw. intersektionalen Modell, welches neben Klasse auch anderen Determinanten des Habitus im Bereich sozialer Positionen (u. a. Geschlecht, Ethnizität, Alter) Rechnung trägt, stärker gerecht.