Ökonomie des Journalismus
摘要
Journalismus und Ökonomie zusammenzuführen erfordert viererlei: erstens ein breites Verständnis von Medienökonomie, das über deren Anspruch hinausreicht, Medienstrukturen, Medienmärkte, Wettbewerb und Unternehmen der Branchen beschreiben und analysieren zu wollen (Siegert, 2003, S. 229); zweitens eine konsequente Lösung von Geld als „Medium“ wirtschaftlichen Handelns (Rau, 2007; Lobigs, 2005); drittens die Beurteilung von journalistischen Angeboten unter dem Gesichtspunkt einer gesellschaftlichen und damit gemeinwohlorientierten Funktion (Krone & Gebesmair, 2019; Seufert & Gundlach, 2017) und viertens schließlich die Rücksichtnahme auf eine mögliche „Neuordnung des Journalismus“ (Buschow, 2018) auf Basis veränderter Produktions-Konsumtions-Routinen. Eine Ökonomie der Publizistik (zum Begriff siehe Rau, 2007) muss sich insbesondere mit Fragen der Normativität und der Qualität des Inhalts auseinandersetzen. Der vorliegende Beitrag nimmt als theoretisches Moment die Währungen Aufmerksamkeit, Anerkennung und ihre Wirkung im Sinne einer Anpassung in den Fokus. Die Basis für den Diskurs liefern volkswirtschaftliche Modelle, um verschiedene Menschenbilder der Medienökonomie (Rau, 2016) einzubeziehen.