Journalismus als systembezogene Akteurskonstellation
摘要
Der Ansatz der Akteur-Struktur-Dynamik von Uwe Schimank verbindet Akteurs-, Institutionen- und Systemtheorie. Damit zählt er zu den integrativen Ansätzen, welche die Einseitigkeit anderer Theorieangebote überwinden wollen. Sein Grundgedanke ist, dass Handeln und Strukturen einander wechselseitig bestimmen. Strukturen liefern Akteuren Handlungsorientierung; sie prägen ihr „Wollen“, „Sollen“ und „Können“ (Deutungs-, Erwartungs- und Konstellationsstrukturen). Der heuristische Wert dieses Instrumentariums lässt sich am Beispiel des digitalen Wandels demonstrieren: Handlungsoptionen nehmen zu; Konstellationen werden variabler und dynamischer; die institutionelle Ordnung des Journalismus verflüssigt sich an seinen Rändern; zugleich muss er die Erfüllung seiner Funktion neu interpretieren.