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Sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität im Arbeitskontext

  • Thomas Köllen

摘要

Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Organisations- und Managementforschung zu sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität. Während die arbeitsplatzbezogene Forschung zur sexuellen Orientierung bereits ein etablierteres Forschungsfeld zu werden beginnt, steht die betriebswirtschaftliche Forschung zur Geschlechtsidentität gerade erst am Anfang. In Bezug auf die Diversity-Dimension sexuelle Orientierung konzentriert sich dieses Kapitel auf die Minderheitsausprägungen Bisexualität und Homosexualität. Dabei wird deutlich, dass die unterschiedlichen arbeitsplatzbezogenen Aspekte in Bezug auf bisexuelle, schwule und lesbische Beschäftigte auf der individuellen, der organisationalen und der gesellschaftlichen Ebene eng miteinander verbunden sind. In Bezug auf die Diversity-Dimension Geschlechtsidentität wird gezeigt, dass organisationale Diversity- und Inklusionsinitiativen zur Dimension Geschlecht fast ausschließlich auf cisgender Frauen und Männer ausgerichtet sind. Vor diesem Hintergrund wird diskutiert, welche Maßnahmen Organisationen ergreifen können, um die Inklusion von transgender Beschäftigten zu verbessern. Um Maßnahmen entwickeln und bewerten zu können, mit denen Organisationen nicht-heterosexuelle und transgender Beschäftigte unterstützen können, ist es allerdings wichtig, die spezifischen Barrieren und Widerstände besser zu verstehen, mit denen diese Beschäftigtengruppen am Arbeitsplatz konfrontiert sind. Betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis, so bleibt zu hoffen, können so gemeinsam dazu beitragen, Heteronormativität und Cisnormativität im Arbeitsalltag erkennbar, und damit auch reduzier- bzw. überwindbar, zu machen.