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Globalität verstärkt die Wichtigkeit der interkulturellen Kompetenz

  • Christa Uehlinger

摘要

Unsere global interdependente Welt erfordert, mit kultureller Vielfalt konstruktiv umzugehen. Im Zentrum der Diskussion um Interkulturalität und Kultur steht der Mensch. Das menschliche Kulturmodell zeigt einerseits auf, wie Kultur jeden Einzelnen tief prägt und wie sie sich im Alltag auf das Verhalten, die Denkweise, die Wahrnehmung und die Kommunikation auswirkt. Andererseits veranschaulicht es die Dynamik einer interkulturellen Interaktion. In der Interkulturalität liegt das Potenzial für eine wirksame Zusammenarbeit. Um dieses zu nutzen, braucht es interkulturelle Kompetenz. Diese zu entwickeln ist ein lebenslanger Lernprozess. Zur interkulturellen Kompetenz bestehen weltweit etliche Konzepte, aber nichts Einheitliches. Diese Vielfalt der Konstrukte widerspiegelt die kulturelle Diversität und damit die Schönheit dieser Welt, mit der es umzugehen gilt. Ein allgemeingültiger Ansatz widerspricht dem und ist unter dem Aspekt der interkulturellen Kommunikation paradox. Im westlichen Kontext wird vorwiegend auf das Zusammenspiel zwischen Wissen, Einstellungen und Fähigkeiten fokussiert. Das wird dem Menschen in seiner Gesamtheit kaum gerecht. Gefühle, Gedanken, Körperreaktionen und Sinne werden meist weder in der Entwicklung interkultureller Kompetenz noch in ihrer Konzeptionalisierung miteinbezogen. Ein nächster Schritt im globalen Kontext würde einen holistischen Ansatz interkultureller Kompetenz erfordern: Eine Synthese zwischen Erkenntnissen aus der Wissenschaft, der Praxis, unterschiedlichen Disziplinen und Weltanschauungen. Dieser Beitrag berücksichtigt Quellen aus verschiedenen Fachrichtungen und verfolgt damit bewusst einen transdisziplinären Ansatz.