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Global Competence in der PISA-Studie: Konzeption des Konstrukts und ausgewählte Ergebnisse in PISA 2018

  • Mirjam Weis,
  • Julia Mang,
  • Jennifer Diedrich,
  • Anja Schiepe-Tiska

摘要

In einer sich schnell verändernden, diversen und vernetzten Welt ist es essenziell, dass Jugendliche lernen, sich in interkulturellen Kontexten zurechtzufinden und daran teilzuhaben. Jugendliche von heute benötigen daher eine global ausgerichtete Bildung und müssen die weltweite Zirkulation von Ideen, Produkten, Medien, Ideologien und Menschen begreifen, um für das globale Zeitalter vorbereitet zu sein. Außerdem müssen sie darauf vorbereitet werden, allgegenwärtige Probleme wie den Klimawandel, Armut, die Ausbreitung von Krankheiten und menschliche Konflikte in Angriff zu nehmen (Boix Mansilla und Jackson 2011). Um die Chancen der heutigen komplexen Kontexte zu nutzen und gleichzeitig mit deren Herausforderungen angemessen umgehen zu können, benötigen Jugendliche sowohl Wissen über globale, lokale und interkulturelle Themen wie beispielsweise Verteilungsungerechtigkeiten, Klimawandel und den Verlust von Biodiversität als auch interkulturelle Fertigkeiten und positive Einstellungen gegenüber globalen und interkulturellen Themen wie beispielsweise gegenüber Menschen aus anderen Kulturen (Weis et al. 2020). Diese Aspekte wurden in der PISA-Erhebung im Jahr 2018 unter der Bezeichnung Global Competence als innovative Domäne erfasst. Zudem wurde untersucht inwiefern globales und interkulturelles Lernen Teil des bestehenden Lehrplans ist und inwieweit Lehrkräfte ausgebildet wurden, diese Themen in ihren Unterricht zu integrieren (OECD 2020). Im vorliegenden Beitrag werden die theoretische Konzeption des Konstrukts Global Competence bei PISA sowie dessen Erfassung erläutert, die Entwicklung der innovativen Domäne beschrieben und ausgewählte Ergebnisse der Global Competence in PISA 2018 vorgestellt. Dabei wird Global Competence aus der interdisziplinären Perspektive der empirischen Bildungsforschung betrachtet. Außerdem werden die Konzeption sowie die Ergebnisse in einem abschließenden Unterkapitel diskutiert.