Die Hausväterliteratur und der Ausgang der alten oikonomia
摘要
Die Debatte um das Ganze Haus und die alteuropäische Ökonomik hat in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch der Hausväterliteratur zu größerer Aufmerksamkeit verholfen. Der folgende Beitrag rekonstruiert Teile dieser Diskussion, um anschließend eine Einführung in die Perspektive wie auch die charakteristischen Paradoxien dieses ökonomischen Schrifttums der Frühen Neuzeit zu geben. Stets balancierend zwischen der Ordnungsfunktion und den materiellen Bedürfnissen der Herrschaft, zwischen Nähe und Distanz, Befähigung und Limitation, bildete es einen Diskurs, der durch die Verbindung von häuslichen Tugenden und gutswirtschaftlichem Wissen danach strebte, die ständische Gesellschaft zu läutern und auf Zeit zu stellen.