Die ersten Lehren der modernen Wirtschaftswissenschaften
摘要
Im Zeitalter des Merkantilismus entsteht eine wissenschaftliche Betrachtung des Wirtschaftens, die sich von der traditionellen Auffassung des „ganzen Hauses“, wie es Aristoteles dargestellt hat, unterscheidet. Der Handel und damit der Markt als Ort des Tausches wird zum bestimmenden politischen Interesse. Das Verhältnis von Staat und Wirtschaft beginnt sich zu ändern. Die Wirtschaft, der Handel und dessen Akteure beginnen sich als eigenständige Kräfte der Gesellschaft zu emanzipieren. Es entsteht die Wissenschaft der Politischen Ökonomie. Der Staat kommt immer mehr in die Rolle, als erste Aufgabe, die Ökonomie zu fördern und dies durch die Förderung einer aktiven Handelsbilanz, die Geld als Ausdruck von Reichtum und Kaufkraft bringen soll. Gegen die zu einseitige Ausrichtung der staatlichen Wirtschaftspolitik auf den Handel richtet sich der Physiokratismus, der die Quelle des Reichtums nicht im Handel und der gewerblichen Produktion, sondern allein in der landwirtschaftlichen Produktion verortet. Nur die landwirtschaftliche Produktion schafft Reichtum, sie muss durch den Staat vor allem gefördert werden. Die staatlichen Eingriffe, um den Handel zu fördern, sind zugunsten des „Laissez-Faire“ einzuschränken, weil die „natürliche Ordnung“ selber das beste Ergebnis hervorbringt. Das Tableau économique von Quesnay zeigt ein Schema des Kreislaufes von Erzeugung, ausgehend von der Landwirtschaft, und Verteilung auf die anderen produzierenden und konsumierenden Klassen der Gesellschaft. Die Frage nach dem Begriff des ökonomischen Wertes wird auf die Tagesordnung gesetzt.