Das vorliegende Kapitel beschäftigt sich mit der Frage, wie Vorurteile und diskriminierendes Verhalten zwischen verschiedenen sozialen Gruppen im Kontext Schule abgebaut werden können. Es stützt sich auf die Intergruppenkontakt-Theorie, nach der positiver Kontakt zwischen Gruppen dazu beiträgt, dass gegenseitige Einstellungen verbessert und Vorurteile sowie Diskriminierung verringert werden können. Im ersten Teil wird ein Überblick über die aktuelle Forschungsliteratur gegeben und dabei werden insbesondere förderliche Bedingungen für die vorurteilsreduzierende Wirkung von Intergruppenkontakt, Einsatzmöglichkeiten indirekter Kontaktformate sowie auch Grenzen des Einsatzes von Kontaktmaßnahmen betrachtet. Im zweiten Teil wird auf den Einsatz von Intergruppenkontakt in der Schule fokussiert, und es werden Beispiele für konkrete Anwendungsmöglichkeiten gegeben. Eine besondere Bedeutung wird dabei den Lehr- und pädagogischen Fachkräften sowie der Schulpsychologie beigemessen. Deren jeweilige Unterstützungsmöglichkeiten werden herausgearbeitet. Das Kapitel schließt mit der Beschreibung von Bestandteilen einer „idealen“ Intergruppenkontakt-Intervention, die aus vorhandenen Erkenntnissen aus Forschung und Praxis abgeleitet werden. Die Autoren möchten mit dem vorliegenden Kapitel für eine enge Vernetzung und Kommunikation zwischen Forschung und Praxis werben und das Potenzial für den schulischen Alltag herausstellen.

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Intergruppenkontakt in der Schule

  • Mathias Kauff,
  • Christian Issmer

摘要

Das vorliegende Kapitel beschäftigt sich mit der Frage, wie Vorurteile und diskriminierendes Verhalten zwischen verschiedenen sozialen Gruppen im Kontext Schule abgebaut werden können. Es stützt sich auf die Intergruppenkontakt-Theorie, nach der positiver Kontakt zwischen Gruppen dazu beiträgt, dass gegenseitige Einstellungen verbessert und Vorurteile sowie Diskriminierung verringert werden können. Im ersten Teil wird ein Überblick über die aktuelle Forschungsliteratur gegeben und dabei werden insbesondere förderliche Bedingungen für die vorurteilsreduzierende Wirkung von Intergruppenkontakt, Einsatzmöglichkeiten indirekter Kontaktformate sowie auch Grenzen des Einsatzes von Kontaktmaßnahmen betrachtet. Im zweiten Teil wird auf den Einsatz von Intergruppenkontakt in der Schule fokussiert, und es werden Beispiele für konkrete Anwendungsmöglichkeiten gegeben. Eine besondere Bedeutung wird dabei den Lehr- und pädagogischen Fachkräften sowie der Schulpsychologie beigemessen. Deren jeweilige Unterstützungsmöglichkeiten werden herausgearbeitet. Das Kapitel schließt mit der Beschreibung von Bestandteilen einer „idealen“ Intergruppenkontakt-Intervention, die aus vorhandenen Erkenntnissen aus Forschung und Praxis abgeleitet werden. Die Autoren möchten mit dem vorliegenden Kapitel für eine enge Vernetzung und Kommunikation zwischen Forschung und Praxis werben und das Potenzial für den schulischen Alltag herausstellen.