Das europaskeptische Spektrum in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) ist sehr heterogen und fragmentiert: Es reicht von gemäßigten EU-Skeptiker:innen bis zu harten Integrationsfeinden, von der Mitte über die links- und rechtspopulistischen bis hin zu den extremistischen Rändern ihrer Parteiensysteme und von außerparlamentarischen Protestparteien bis zu Oppositions- und Regierungsparteien in ihren nationalen Parlamenten. Bereits seit den Europawahlen 2014 verzeichneten europaskeptische und -populistische Parteien Zugewinne an Stimm- und Sitzanteilen. Im Vorfeld der Europawahlen im Mai 2024 wurde ein weiterer Aufstieg insbesondere von rechtspopulistischen Randparteien befürchtet. Diese schnitten gerade in EU-Gründungsstaaten, darunter Deutschland, Frankreich und Italien mit den größten Stimm- und Sitzanteilen im Europäischen Parlament, stark ab. Angesichts der dortigen bereits seit 2019 veränderten Mehrheitsverhältnisse löste dies auch kontroverse Debatten über eine mögliche Zusammenarbeit mit Parteien der Rechtsaußenfraktionen aus.

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Europaskeptizismus

  • Julia Çetinkaya

摘要

Das europaskeptische Spektrum in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) ist sehr heterogen und fragmentiert: Es reicht von gemäßigten EU-Skeptiker:innen bis zu harten Integrationsfeinden, von der Mitte über die links- und rechtspopulistischen bis hin zu den extremistischen Rändern ihrer Parteiensysteme und von außerparlamentarischen Protestparteien bis zu Oppositions- und Regierungsparteien in ihren nationalen Parlamenten. Bereits seit den Europawahlen 2014 verzeichneten europaskeptische und -populistische Parteien Zugewinne an Stimm- und Sitzanteilen. Im Vorfeld der Europawahlen im Mai 2024 wurde ein weiterer Aufstieg insbesondere von rechtspopulistischen Randparteien befürchtet. Diese schnitten gerade in EU-Gründungsstaaten, darunter Deutschland, Frankreich und Italien mit den größten Stimm- und Sitzanteilen im Europäischen Parlament, stark ab. Angesichts der dortigen bereits seit 2019 veränderten Mehrheitsverhältnisse löste dies auch kontroverse Debatten über eine mögliche Zusammenarbeit mit Parteien der Rechtsaußenfraktionen aus.