Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) wurde 1957 im Rahmen der Römischen Verträge gegründet. Er fungiert als beratendes Organ der Europäischen Union (EU) zur Einbindung der Zivilgesellschaft in die europäische Politikgestaltung. Basierend auf den Art. 300 bis 304 des Vertrags über die Arbeitsweise der EU spiegelt der EWSA die Vielfalt der organisierten Interessen in Europa wider, indem seine Mitglieder Arbeitnehmer-, Arbeitgeber- und weitere Interessenverbände aus allen EU-Staaten repräsentieren. Die Struktur umfasst sechs Fachgruppen, die unterschiedliche Themenbereiche wie Wirtschaft, Umwelt, Sozialpolitik und Außenbeziehungen abdecken. Der Ausschuss gibt hauptsächlich Stellungnahmen ab, entweder auf Einladung der EU-Organe oder auf eigene Initiative. Trotz seiner Bedeutung für die partizipative Demokratie in Europa wird die Repräsentativität seiner Mitglieder sowie der Zugang zu Entscheidungsprozessen in der Literatur kritisch hinterfragt.

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Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss

  • Jana Windwehr

摘要

Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) wurde 1957 im Rahmen der Römischen Verträge gegründet. Er fungiert als beratendes Organ der Europäischen Union (EU) zur Einbindung der Zivilgesellschaft in die europäische Politikgestaltung. Basierend auf den Art. 300 bis 304 des Vertrags über die Arbeitsweise der EU spiegelt der EWSA die Vielfalt der organisierten Interessen in Europa wider, indem seine Mitglieder Arbeitnehmer-, Arbeitgeber- und weitere Interessenverbände aus allen EU-Staaten repräsentieren. Die Struktur umfasst sechs Fachgruppen, die unterschiedliche Themenbereiche wie Wirtschaft, Umwelt, Sozialpolitik und Außenbeziehungen abdecken. Der Ausschuss gibt hauptsächlich Stellungnahmen ab, entweder auf Einladung der EU-Organe oder auf eigene Initiative. Trotz seiner Bedeutung für die partizipative Demokratie in Europa wird die Repräsentativität seiner Mitglieder sowie der Zugang zu Entscheidungsprozessen in der Literatur kritisch hinterfragt.