Mobile Medien, insbesondere Smartphones, haben Online-Kommunikation in alle Nischen des Alltags der Nutzer*innen getragen. Der Beitrag skizziert zunächst ihre Entwicklung von frühen Radiotelefonen zu Mobile Media Ecosystems aus verschiedenen mobilen Endgeräten wie Wearables oder Smartphones und ihren Apps. Aktuelle Debatten thematisieren die Omnipräsenz von POPC („Permanently Online, Permanently Connected“) und Online Vigilance, die eine Verschmelzung von Online-/Offline-Sphären sowie veränderte Aufmerksamkeitsmuster bedingen. Während gesellschaftliche Diskurse häufig pathologische Nutzung fokussieren, betrachtet die Forschung Suchtpotenziale differenzierter und verweist auf normative Erwartungen („Taken for Grantedness“) und Habits. Zentral für die weitere Modellierung und empirische Untersuchung mobiler und ubiquitärer Online-Kommunikation ist der situative Kontext: Über zwei Drittel der Nutzungsvarianz lassen sich durch situationsspezifische Faktoren erklären. Verschiedene theoretische Ansätze wie das Nischenmodell oder ein metatheoretisches Framework zur Mediennutzung auf situativer Ebene versuchen, dem Rechnung zu tragen.

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Ubiquitäre Online-Kommunikation durch mobile Medien

  • Veronika Karnowski

摘要

Mobile Medien, insbesondere Smartphones, haben Online-Kommunikation in alle Nischen des Alltags der Nutzer*innen getragen. Der Beitrag skizziert zunächst ihre Entwicklung von frühen Radiotelefonen zu Mobile Media Ecosystems aus verschiedenen mobilen Endgeräten wie Wearables oder Smartphones und ihren Apps. Aktuelle Debatten thematisieren die Omnipräsenz von POPC („Permanently Online, Permanently Connected“) und Online Vigilance, die eine Verschmelzung von Online-/Offline-Sphären sowie veränderte Aufmerksamkeitsmuster bedingen. Während gesellschaftliche Diskurse häufig pathologische Nutzung fokussieren, betrachtet die Forschung Suchtpotenziale differenzierter und verweist auf normative Erwartungen („Taken for Grantedness“) und Habits. Zentral für die weitere Modellierung und empirische Untersuchung mobiler und ubiquitärer Online-Kommunikation ist der situative Kontext: Über zwei Drittel der Nutzungsvarianz lassen sich durch situationsspezifische Faktoren erklären. Verschiedene theoretische Ansätze wie das Nischenmodell oder ein metatheoretisches Framework zur Mediennutzung auf situativer Ebene versuchen, dem Rechnung zu tragen.