Der Beitrag analysiert die beruflichen Felder der Care-Arbeit, insbesondere in den Bereichen Pflege, soziale Arbeit und Frühe Bildung und Betreuung, und beleuchtet die relevanten professionssoziologischen Debatten zur Entwicklung dieser Berufe. Die Auseinandersetzung mit Care-Arbeit aus professionssoziologischer Perspektive kann als relativ neu erachtet werden. Dies ist unter anderem auf die divergierenden Berufsfeldentwicklungen und Professionalisierungsbestrebungen der einzelnen Felder beruflicher Sorgearbeit zurückzuführen. In dem vorliegenden Beitrag wird die Problematik der Professionalisierung erörtert. Zu diesem Zweck werden zentrale professionssoziologische Kriterien wie Fachwissen, Selbstregulierung und Eigenverantwortung herangezogen. Im Rahmen dessen erfolgt eine klare Abgrenzung zu traditionellen Professionszuschreibungen. Die Verfasserin unterstreicht die Relevanz der Entwicklung neuer Professionskriterien, welche die spezifischen Anforderungen und Eigenheiten der Care-Arbeit adäquat reflektieren. Es wird eine intensivere Debatte über Professionalisierung gefordert, um die strukturellen Ungleichheiten und die Herausforderungen in der Care-Arbeit anzugehen. Der vorliegende Beitrag kommt zu dem Schluss, dass Care-Arbeit sich nach wie vor in einer Phase der Etablierung als vollwertige Profession befindet. Die Entwicklung spezifischer Professionskriterien sowie die Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der Professionalisierung sind in diesem Zusammenhang von entscheidender Bedeutung.

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Professionssoziologische Zugänge zu Care-Work

  • Nina Weimann-Sandig

摘要

Der Beitrag analysiert die beruflichen Felder der Care-Arbeit, insbesondere in den Bereichen Pflege, soziale Arbeit und Frühe Bildung und Betreuung, und beleuchtet die relevanten professionssoziologischen Debatten zur Entwicklung dieser Berufe. Die Auseinandersetzung mit Care-Arbeit aus professionssoziologischer Perspektive kann als relativ neu erachtet werden. Dies ist unter anderem auf die divergierenden Berufsfeldentwicklungen und Professionalisierungsbestrebungen der einzelnen Felder beruflicher Sorgearbeit zurückzuführen. In dem vorliegenden Beitrag wird die Problematik der Professionalisierung erörtert. Zu diesem Zweck werden zentrale professionssoziologische Kriterien wie Fachwissen, Selbstregulierung und Eigenverantwortung herangezogen. Im Rahmen dessen erfolgt eine klare Abgrenzung zu traditionellen Professionszuschreibungen. Die Verfasserin unterstreicht die Relevanz der Entwicklung neuer Professionskriterien, welche die spezifischen Anforderungen und Eigenheiten der Care-Arbeit adäquat reflektieren. Es wird eine intensivere Debatte über Professionalisierung gefordert, um die strukturellen Ungleichheiten und die Herausforderungen in der Care-Arbeit anzugehen. Der vorliegende Beitrag kommt zu dem Schluss, dass Care-Arbeit sich nach wie vor in einer Phase der Etablierung als vollwertige Profession befindet. Die Entwicklung spezifischer Professionskriterien sowie die Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der Professionalisierung sind in diesem Zusammenhang von entscheidender Bedeutung.