Immobilien-Projektmanagement findet immer noch überwiegend nach unternehmensinternen Reglements statt. Die wichtigsten Standards des allgemeinen Projektemanagements – PMBOK, ICB, PRINCE2, die DIN 69901 und die ISO 21500 bilden zwar anerkannte „Benchmarks“, werde in der deutschen Immobilienbranche aber wenig angewandt. Zudem sind sie nur begrenzt als Instrument für die Steuerung großer Immobilien-Projekte geeignet. Kap.  2 gibt einen Überblick über die derzeit praktizierten Vorgehensmodelle, zeigt ihre Vorteile, aber auch ihre Grenzen in Bezug auf die Komplexitätsbewältigung auf. Die allgemeinen Standards erfüllen ihren Zweck, solange es um gut definierte, durch einfache Ursache-Wirkungs-Beziehungen geprägte Projekte geht, bedürfen aber einer Ergänzung, wenn emergente und irreversible Phänomene auftreten. Letztere sind typisch für Immobilienprojekte. Die Vorgehensmodelle des agilen und des Lean Managements bieten interessante Ansätze, aber auch kein allumfassendes Konzept für die Bewältigung von Immobilienprojekten, insbesondere in ihrer Dialektik aus kaufmännischen und technischen Teilprozessen. Am besten erfassen iterative Prozessmodelle die Realität der Immobilienwelt. Um praktikabel zu sein, sollten sie mit den klassischen Projektmanagement-Standards zu einem hybriden Modell kombiniert werden.

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Projektmanagement-Standards in der Immobilien-Projektentwicklung

  • Dietmar Lucht,
  • Markus G. Viering,
  • Martin Jung

摘要

Immobilien-Projektmanagement findet immer noch überwiegend nach unternehmensinternen Reglements statt. Die wichtigsten Standards des allgemeinen Projektemanagements – PMBOK, ICB, PRINCE2, die DIN 69901 und die ISO 21500 bilden zwar anerkannte „Benchmarks“, werde in der deutschen Immobilienbranche aber wenig angewandt. Zudem sind sie nur begrenzt als Instrument für die Steuerung großer Immobilien-Projekte geeignet. Kap.  2 gibt einen Überblick über die derzeit praktizierten Vorgehensmodelle, zeigt ihre Vorteile, aber auch ihre Grenzen in Bezug auf die Komplexitätsbewältigung auf. Die allgemeinen Standards erfüllen ihren Zweck, solange es um gut definierte, durch einfache Ursache-Wirkungs-Beziehungen geprägte Projekte geht, bedürfen aber einer Ergänzung, wenn emergente und irreversible Phänomene auftreten. Letztere sind typisch für Immobilienprojekte. Die Vorgehensmodelle des agilen und des Lean Managements bieten interessante Ansätze, aber auch kein allumfassendes Konzept für die Bewältigung von Immobilienprojekten, insbesondere in ihrer Dialektik aus kaufmännischen und technischen Teilprozessen. Am besten erfassen iterative Prozessmodelle die Realität der Immobilienwelt. Um praktikabel zu sein, sollten sie mit den klassischen Projektmanagement-Standards zu einem hybriden Modell kombiniert werden.