Akute myeloische Leukämie
摘要
Die akute myeloische Leukämie (AML) ist eine klonale aggressive Erkrankung mit großer genetischer Heterogenität. Die beiden wichtigsten Prognosefaktoren sind das Alter sowie die Genetik der Tumorzellen. Die AML wird nach morphologischen und zunehmend genetischen Parametern unterteilt. Bei der kurativ intendierten Behandlung fitter Patient*innen folgt auf eine initiale Induktions- eine konsolidierende Postremissionstherapie. Historischer Standard der Induktionstherapie ist das sogenannte 3 + 7 (Anthrazyklin plus Cytarabin)-Protokoll, das auch in modifizierter Form eingesetzt und durch neue gezielt wirkende Substanzen ergänzt werden kann. In der Postremissionstherapie kommt je nach Rezidivrisiko und körperlicher Eignung entweder eine Chemokonsolidierung mit höher dosiertem Cytarabin oder eine allogene Stammzelltransplantation zum Einsatz. Für intensive kurative Chemotherapie nicht geeignete Patient*innen werden mit einer dosisreduzierten Therapie mit dem Ziel der Lebensverlängerung bei möglichst guter Lebensqualität behandelt. Meist kommt dabei eine Kombination aus einer hypomethylierenden Substanz und Venetoclax zum Einsatz. Die seltene und biologisch sehr verschiedene akute Promyelozytenleukämie kann in der Mehrzahl der Fälle mit klassischer Chemotherapie oder Arsentrioxid plus All-trans-Retinsäure kurativ behandelt werden. Gezielt wirksame neue Substanzen halten zunehmend Einzug in die AML-Therapie.