Paragangliome sind meist katecholaminproduzierende Tumoren der sympathischen und parasympathischen Ganglien. Ein Paragangliom des Nebennierenmarks wird Phäochromozytom genannt. Die Diagnose erfolgt durch die Bestimmung der Metanephrine (Katecholaminmetaboliten) im Plasma oder 24-h-Sammelurin und anschließender anatomischer Bildgebung. Präoperative Blutdruckkontrolle mit α-Blockern ist essenziell. Bis zu 75 % der Patienten haben nach Tumorresektion keine weiteren Beeinträchtigungen. Familiäre Tumorsyndrome können vorliegen. Über 30 % der Patienten tragen Keimbahnmutationen, und weitere 35–40 % können auf somatische pathogene Varianten in einem von mehr als 20 Suszeptibilitätsgenen zurückgeführt werden, wobei der Genotyp die Rezidiv- und Metastasierungsneigung bestimmt. Das bisher einzige diagnostische Kriterium für Malignität sind Metastasen in Lymphknoten, Knochen, Lunge oder Leber. Indikatoren für ein erhöhtes Metastasenrisiko sind ein Tumordurchmesser > 5 cm, extraadrenale sympathische Paragangliome, erhöhte Methoxytyraminplasmawerte und Mutationen der Succinatdehydrogenase B (SDHB). Eine jährliche Nachsorge wird empfohlen.

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Phäochromozytom und Paragangliom

  • Nicole Bechmann,
  • Hendrik Lehnert

摘要

Paragangliome sind meist katecholaminproduzierende Tumoren der sympathischen und parasympathischen Ganglien. Ein Paragangliom des Nebennierenmarks wird Phäochromozytom genannt. Die Diagnose erfolgt durch die Bestimmung der Metanephrine (Katecholaminmetaboliten) im Plasma oder 24-h-Sammelurin und anschließender anatomischer Bildgebung. Präoperative Blutdruckkontrolle mit α-Blockern ist essenziell. Bis zu 75 % der Patienten haben nach Tumorresektion keine weiteren Beeinträchtigungen. Familiäre Tumorsyndrome können vorliegen. Über 30 % der Patienten tragen Keimbahnmutationen, und weitere 35–40 % können auf somatische pathogene Varianten in einem von mehr als 20 Suszeptibilitätsgenen zurückgeführt werden, wobei der Genotyp die Rezidiv- und Metastasierungsneigung bestimmt. Das bisher einzige diagnostische Kriterium für Malignität sind Metastasen in Lymphknoten, Knochen, Lunge oder Leber. Indikatoren für ein erhöhtes Metastasenrisiko sind ein Tumordurchmesser > 5 cm, extraadrenale sympathische Paragangliome, erhöhte Methoxytyraminplasmawerte und Mutationen der Succinatdehydrogenase B (SDHB). Eine jährliche Nachsorge wird empfohlen.