Pertrochantäre Oberschenkelfrakturen machen etwa die Hälfte der hüftgelenknahen Frakturen aus und gehen mit einem signifikanten Verlust der Aktivität und Lebensqualität einher, begleitet von einem hohen Sterblichkeitsrisiko innerhalb des ersten Jahres. In Deutschland werden pro Jahr > 70.000 pertrochantäre Oberschenkelfrakturen behandelt bei einer durchschnittlichen Inzidenz von 108,7/100.000 Einwohner. Die steigende Inzidenz dieser Frakturen ist vor allem durch den demografischen Wandel unserer alternden Gesellschaft zu erklären. Die Mehrheit dieser auch als Fragilitätsfrakturen bezeichneten Verletzungen entstehen durch ein Niedrigenergietrauma (z. B. Sturz aus dem Stand), welche durch eine reduzierte Knochenqualität im Rahmen einer Osteoporose begünstigt werden. Bei weiblichen Patientinnen > 75 Jahren wird die Prävalenz der Osteoporose auf 59,2 % geschätzt; insgesamt ist von 6,3–7,8 Mio. Patienten mit Osteoporose in der Bundesrepublik Deutschland auszugehen. Laut Schätzungen wird sich die Inzidenz der proximalen Femurfrakturen weltweit von 1,7 Mio./Jahr (1990) auf 6,3 Mio./Jahr (im Jahr 2050) vervierfachen. Bei den pertrochantären Oberschenkelfrakturen wird das Verhältnis des Frakturvorkommens nach Geschlecht (W/M) mit 69/31 und das Verhältnis nach dem Alter (< 70/> 70 Jahre) mit 13/87 angegeben.

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Pertrochantäre Frakturen

  • Carl Neuerburg,
  • Susanne Mayer-Wagner,
  • Cornelia Lützner,
  • Yunjie Zhang,
  • Stefanie Deckert,
  • Anna Fuhrmann

摘要

Pertrochantäre Oberschenkelfrakturen machen etwa die Hälfte der hüftgelenknahen Frakturen aus und gehen mit einem signifikanten Verlust der Aktivität und Lebensqualität einher, begleitet von einem hohen Sterblichkeitsrisiko innerhalb des ersten Jahres. In Deutschland werden pro Jahr > 70.000 pertrochantäre Oberschenkelfrakturen behandelt bei einer durchschnittlichen Inzidenz von 108,7/100.000 Einwohner. Die steigende Inzidenz dieser Frakturen ist vor allem durch den demografischen Wandel unserer alternden Gesellschaft zu erklären. Die Mehrheit dieser auch als Fragilitätsfrakturen bezeichneten Verletzungen entstehen durch ein Niedrigenergietrauma (z. B. Sturz aus dem Stand), welche durch eine reduzierte Knochenqualität im Rahmen einer Osteoporose begünstigt werden. Bei weiblichen Patientinnen > 75 Jahren wird die Prävalenz der Osteoporose auf 59,2 % geschätzt; insgesamt ist von 6,3–7,8 Mio. Patienten mit Osteoporose in der Bundesrepublik Deutschland auszugehen. Laut Schätzungen wird sich die Inzidenz der proximalen Femurfrakturen weltweit von 1,7 Mio./Jahr (1990) auf 6,3 Mio./Jahr (im Jahr 2050) vervierfachen. Bei den pertrochantären Oberschenkelfrakturen wird das Verhältnis des Frakturvorkommens nach Geschlecht (W/M) mit 69/31 und das Verhältnis nach dem Alter (< 70/> 70 Jahre) mit 13/87 angegeben.