Verletzungen des triangular fibrocartilage complex (TFCC) und Galeazzi Äquivalent Verletzungen im Wachstumsalter
摘要
TFCC-Verletzungen manifestieren sich vor allem ab dem Pubertätsalter und können die Handgelenksfunktion durch eine Instabilität des distalen Radioulnargelenks (DRUG) bleibend beeinträchtigen. Trotz sehr geringer ossärer Gelenkführung führen fehlverheilte Radiusfrakturen häufig zu volarer Instabilität des DRUG. Dabei kommt es vor allem bei Unterarmumwendbewegungen insbesondere beim Anheben von Gegenständen mit Flexionsstellung im Ellenbogengelenk zu Schmerzen im Bereich des DRUG. Die 3-Tesla-MRI-Untersuchung und Arthro-MRI-Untersuchung des Handgelenks sind gut zur Abklärung von persistierenden, ulnarseitigen Handgelenksschmerzen im Kindes- und Jugendalter geeignet, sind jedoch bei Abklärung von TFCC-Läsionen der Handgelenksarthroskopie unterlegen. Während Avulsionen des TFCC durch Refixation unter Anwendung verschiedener Techniken gut rekonstruiert werden können, können zentrale Discusperforationen nur durch Resektion des rissumgebenden Anteils versorgt werden. Gilt es, eine knöcherne Inkongruenz des DRUG operativ zu rekonstruieren, hilft es bei der Operationsplanung, eine CT-Untersuchung beider distalen Unterarme mit 3D-Rekonstruktion unter Spiegelung der gesunden Gegenseite anzufertigen. Als Galeazzi-Äquivalentverletzungen werden distale Radiusfrakturen mit assoziierten distalen Ulnaepiphysenlösungen bezeichnet. Galeazzi-Äquivalentverletzungen können mittels klinischer Untersuchung und Handgelenksröntgenaufnahmen sicher diagnostiziert werden. Prinzipiell wird eine geschlossene Reposition angestrebt. Es muss jedoch mit einer offenen Reposition der Ulnafraktur gerechnet werden, weil häufig eine Interposition von Sehnen, Periost oder Gelenkskapsel im Frakturspalt als Repositionshindernis vorliegt. Verletzungen der distalen Ulnawachstumsfuge führen bei Galeazzi-Äquivalentverletzungen häufig zu posttraumatischen, hemmenden Wachstumsstörungen der distalen Ulna. Das Follow-up sollte dabei in 4–6-monatigen Intervallen über mindestens 1 Jahr erfolgen.