Die zementierte Endoprothetik der Hüfte stellt bei Patienten mit Koxarthrose, dislozierter Schenkelhalsfraktur und vielen anderen degenerativen und akuten Erkrankungen dieses Gelenkes eine zuverlässige, erfolgreiche und sichere Behandlungsalternative dar. Bei älteren Patienten, solchen mit suboptimaler Knochenqualität, sowie bei Patienten mit Schenkelhalsfraktur zeigt die derzeitige Datenlage eindeutig, dass die zementierte Totalendoprothese (TEP) bessere Ergebnisse liefert als die zementfreie Versorgung. Voraussetzung für ausgezeichnete Langzeitergebnisse ist die Beachtung der Verankerungsprinzipien der zementierten Hüftendoprothese: 1) Das spongiöse Knochenlager muss im Azetabulum durch weitgehende Entfernung der subchondralen Sklerose sowie im Azetabulum und im Femur durch Jet-Lavage – auch aus fett-embolischer Sicht als obligat zu sehen - optimal auf das Einbringen von Knochenzement vorbereitet werden. 2) Der Zement ist durch Vakuumsysteme anzumischen und muss sowohl im Azetabulum durch einen „Pressurizer“ als auch im Femur durch retrogrades Auffüllen des Markraumes und proximale Markraumversiegelung mit anschließender Kompression in die spongiösen Waben eingepresst werden. 3) Erst danach erfolgt das positionsgerechte Einbringen der Implantate.

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Primäre zementierte Hüftendoprothetik

  • Nils P. Hailer,
  • Steffen J. Breusch

摘要

Die zementierte Endoprothetik der Hüfte stellt bei Patienten mit Koxarthrose, dislozierter Schenkelhalsfraktur und vielen anderen degenerativen und akuten Erkrankungen dieses Gelenkes eine zuverlässige, erfolgreiche und sichere Behandlungsalternative dar. Bei älteren Patienten, solchen mit suboptimaler Knochenqualität, sowie bei Patienten mit Schenkelhalsfraktur zeigt die derzeitige Datenlage eindeutig, dass die zementierte Totalendoprothese (TEP) bessere Ergebnisse liefert als die zementfreie Versorgung. Voraussetzung für ausgezeichnete Langzeitergebnisse ist die Beachtung der Verankerungsprinzipien der zementierten Hüftendoprothese: 1) Das spongiöse Knochenlager muss im Azetabulum durch weitgehende Entfernung der subchondralen Sklerose sowie im Azetabulum und im Femur durch Jet-Lavage – auch aus fett-embolischer Sicht als obligat zu sehen - optimal auf das Einbringen von Knochenzement vorbereitet werden. 2) Der Zement ist durch Vakuumsysteme anzumischen und muss sowohl im Azetabulum durch einen „Pressurizer“ als auch im Femur durch retrogrades Auffüllen des Markraumes und proximale Markraumversiegelung mit anschließender Kompression in die spongiösen Waben eingepresst werden. 3) Erst danach erfolgt das positionsgerechte Einbringen der Implantate.