Die Arthrose des Hüftgelenks (Coxarthrose) ist eine häufige degenerative Gelenkserkrankung und betrifft einen großen Bevölkerungsanteil. Hierbei ist die primäre (idiopathische) Coxarthrose von der sekundären Form (erworbene Coxarthrose) zu unterscheiden. Während die sekundäre Coxarthrose aufgrund von Vorerkrankungen mit Prädisposition (u. a. Hüftdysplasie, M. Perthes, Impingementsyndrom) häufig den jüngeren Patienten betrifft, manifestiert sich die primäre Form typischerweise im höheren Alter. Ein zentrales klinisches Symptom der Coxarthrose ist der bewegungsabhängige Gelenkschmerz. Zum Goldstandard der Diagnostik gehört die Röntgenaufnahme, während weitere bildgebende Verfahren speziellen Fragestellungen vorbehalten sind. Die Therapie umfasst konservative und operative Maßnahmen. Zu den konservativen Therapieformen zählen die Patientenschulung, Physiotherapie, zeitlich begrenzte systemische Analgesie, sowie intraartikuläre Therapiemethoden. Hierbei ist die vorliegende Evidenz der einzelnen Verfahren sehr unterschiedlich. Zu den operativen Therapieverfahren zählen gelenkerhaltende und gelenkersetzende Operationen. Zu den gelenkerhaltenden Verfahren, die bei präarthrotischer Deformität angewendet werden, zählen die Hüftgelenksarthroskopie zur Adressierung von CAM- oder Pincer- Deformitäten, sowie Labrumpathologien. Diese Verfahren können auch offen durchgeführt werden. Darüber hinaus werden Umstellungsosteotomien zur Korrektur des Beckens und des Femurs durchgeführt. Bei konservativ therapierefraktärer Coxarthrose und Kontraindikation gelenkerhaltender operativer Maßnahmen besteht die Indikation zur Implantation einer Hüftgelenksendoprothese. Hierbei hängt die Wahl des Implantats vom Alter und der Knochenqualität des Patienten ab. Insgesamt zeigen sich sehr gute Langzeitergebnisse nach Hüft-TEP, sodass diese zu den erfolgreichsten operativen Therapien überhaupt zählt.

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Arthrose des Hüftgelenks

  • Robert Ossendorff,
  • Dieter Christian Wirtz

摘要

Die Arthrose des Hüftgelenks (Coxarthrose) ist eine häufige degenerative Gelenkserkrankung und betrifft einen großen Bevölkerungsanteil. Hierbei ist die primäre (idiopathische) Coxarthrose von der sekundären Form (erworbene Coxarthrose) zu unterscheiden. Während die sekundäre Coxarthrose aufgrund von Vorerkrankungen mit Prädisposition (u. a. Hüftdysplasie, M. Perthes, Impingementsyndrom) häufig den jüngeren Patienten betrifft, manifestiert sich die primäre Form typischerweise im höheren Alter. Ein zentrales klinisches Symptom der Coxarthrose ist der bewegungsabhängige Gelenkschmerz. Zum Goldstandard der Diagnostik gehört die Röntgenaufnahme, während weitere bildgebende Verfahren speziellen Fragestellungen vorbehalten sind. Die Therapie umfasst konservative und operative Maßnahmen. Zu den konservativen Therapieformen zählen die Patientenschulung, Physiotherapie, zeitlich begrenzte systemische Analgesie, sowie intraartikuläre Therapiemethoden. Hierbei ist die vorliegende Evidenz der einzelnen Verfahren sehr unterschiedlich. Zu den operativen Therapieverfahren zählen gelenkerhaltende und gelenkersetzende Operationen. Zu den gelenkerhaltenden Verfahren, die bei präarthrotischer Deformität angewendet werden, zählen die Hüftgelenksarthroskopie zur Adressierung von CAM- oder Pincer- Deformitäten, sowie Labrumpathologien. Diese Verfahren können auch offen durchgeführt werden. Darüber hinaus werden Umstellungsosteotomien zur Korrektur des Beckens und des Femurs durchgeführt. Bei konservativ therapierefraktärer Coxarthrose und Kontraindikation gelenkerhaltender operativer Maßnahmen besteht die Indikation zur Implantation einer Hüftgelenksendoprothese. Hierbei hängt die Wahl des Implantats vom Alter und der Knochenqualität des Patienten ab. Insgesamt zeigen sich sehr gute Langzeitergebnisse nach Hüft-TEP, sodass diese zu den erfolgreichsten operativen Therapien überhaupt zählt.