Die Verletzung des vorderen Kreuzbandes (VKB) beeinträchtigt die physiologische Kinematik des Kniegelenks. Sowohl das initiale Trauma als auch die daraus resultierende Instabilität können primäre oder sekundäre Begleitläsionen verursachen, etwa Meniskusverletzungen, Knorpelschäden oder eine Früharthrose. Die Diagnose basiert vor allem auf Anamnese und klinischer Untersuchung; zur Beurteilung des gesamten Verletzungsausmaßes werden Röntgenaufnahmen sowie als Goldstandard eine MRT des Kniegelenks eingesetzt. Therapeutisch kommen konservative und operative Verfahren infrage. Die Wahl der Therapie sollte individuell erfolgen und Faktoren wie Instabilität, Begleitverletzungen, Alter und funktionellen Anspruch des Patienten berücksichtigen. Eine konservative Behandlung umfasst insbesondere intensive Physiotherapie mit Kräftigung der kniegelenksumgreifenden Muskulatur und regelmäßige Kontrollen. Bei jungen, aktiven Patienten wird zur Vermeidung sekundärer Schäden meist eine operative Versorgung empfohlen. In Deutschland werden hierfür am häufigsten autologe Transplantate der Patellar- oder Hamstringsehnen verwendet; zunehmend kommt auch die Quadrizepssehne zum Einsatz.

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Vordere und hintere Kreuzbandverletzungen

  • Sarah Schröter,
  • Amanda Magosch,
  • Romain Seil,
  • Casper Grim,
  • Martin Engelhardt

摘要

Die Verletzung des vorderen Kreuzbandes (VKB) beeinträchtigt die physiologische Kinematik des Kniegelenks. Sowohl das initiale Trauma als auch die daraus resultierende Instabilität können primäre oder sekundäre Begleitläsionen verursachen, etwa Meniskusverletzungen, Knorpelschäden oder eine Früharthrose. Die Diagnose basiert vor allem auf Anamnese und klinischer Untersuchung; zur Beurteilung des gesamten Verletzungsausmaßes werden Röntgenaufnahmen sowie als Goldstandard eine MRT des Kniegelenks eingesetzt. Therapeutisch kommen konservative und operative Verfahren infrage. Die Wahl der Therapie sollte individuell erfolgen und Faktoren wie Instabilität, Begleitverletzungen, Alter und funktionellen Anspruch des Patienten berücksichtigen. Eine konservative Behandlung umfasst insbesondere intensive Physiotherapie mit Kräftigung der kniegelenksumgreifenden Muskulatur und regelmäßige Kontrollen. Bei jungen, aktiven Patienten wird zur Vermeidung sekundärer Schäden meist eine operative Versorgung empfohlen. In Deutschland werden hierfür am häufigsten autologe Transplantate der Patellar- oder Hamstringsehnen verwendet; zunehmend kommt auch die Quadrizepssehne zum Einsatz.