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Kniegelenksnahe Osteotomien: Korrekturen in der Sagittalebene und Kombinationseingriffe

  • Jörg Dickschas

摘要

Osteotomien in der sagittalen Ebene sind seltener als in der Frontalebene. Femoral kann beim Genu recurvatum die Flexionsosteotomie, bei Streckdefizit die Extensionsosteotomie durchgeführt werden. Tibial sind Korrekturen in der sagittalen Ebene häufiger. Die Neigung des Tibiaplateaus wird in verschiedenen Messmethoden gemessen, die Bezeichnung posterior tibialer Slope hat sich durchgesetzt mit einem Normwert von 7°. Neben Genu recurvatum bzw. Streckdefizit sind ligamentäre Indikationen in den Vordergrund getreten. Die Insuffizienz des vorderen Kreuzbands bei erhöhten tibialen Slope bzw. des hinteren Kreuzbands bei erniedrigten Slope stellen Indikationen zur Tibiakopfextensions- bzw. Flexions-Osteotomie dar. Die Indikation zur Slope reduzierenden Osteotomie wird im Falle eines Versagens einer VKB-Plastik ab 12° Slope gesehen. Bei primären Kreuzbandrupturen und sehr hohen Slopewerten kann durchaus die Indikation zur primären Slope-Korrektur gestellt werden, diese dann oft auch als einzeitiger Kombinationseingriff. Während bei VKB-Insuffizienz die Revisions-Bandplastik meist notwendig ist, führt bei HKB-Insuffizienzen in einigen Fällen auch die alleinige Osteotomie zu ausreichender Stabilität.