Patellafrakturen
摘要
Patellafrakturen treten mit einem Anteil von 0,7 bis 1 % an allen Frakturen in Bezug zu anderen Skelettverletzungen eher selten auf. Männer sind häufiger betroffen als Frauen und die Altersverteilung liegt zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr. Mit etwa 80 % entstehen die meisten Frakturen infolge eines Direktanpralls, beispielsweise im Rahmen eines Verkehrsunfalls. Neben einer ausgeprägten Schwellung mit einem begleitenden Hämarthros fehlt den Betroffenen oftmals aufgrund einer Verletzung des Streckapparats die Fähigkeit, das Bein in ausgestrecktem Zustand anzuheben. Neben Quer- und Längsfrakturen, die häufig bei jungen Patienten beobachtet werden, treten komplexere Mehrfragmentfrakturen insbesondere bei Älteren auf. Zu der radiologischen Diagnostik zählt standardmäßig das Röntgen des Knies, gegebenenfalls erweitert um eine CT. Bis vor einiger Zeit galt die Zuggurtungsosteosynthese mittels Draht-Cerclage als operative Therapie der Wahl. Aufgrund von deutlich besseren biomechanischen und funktionellen Ergebnissen mit einer hohen Patientenzufriedenheit sowie einer deutlichen Reduktion von Komplikationen gilt die osteosynthetische Versorgung mittels winkelstabiler Platte inzwischen als Goldstandard.