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Diagnostik des Kniegelenkes

  • Sarah Schröter,
  • Casper Grim

摘要

Die klinische Untersuchung des Kniegelenks bleibt weiterhin von zentraler Bedeutung für die Diagnosestellung. Sie bietet oft wichtige Hinweise für die weitere bildgebende Diagnostik und die Entwicklung einer gezielten Behandlungsstrategie. Eine präzise Interpretation der bildgebenden Untersuchungen und eine angemessene therapeutische Planung erfordern häufig eine sorgfältige Abstimmung mit den klinischen Befunden. Die Untersuchung des Kniegelenks erfolgt üblicherweise an entkleideten Beinen, wobei auch das Becken, die untere Lendenwirbelsäule und die Füße/Sprunggelenke in die Untersuchung einbezogen werden sollten. Eine umfassende Kenntnis der Anatomie, der funktionellen Anatomie und der anatomischen Gegebenheiten im lebenden Organismus sind Voraussetzung für eine erfolgreiche klinische Untersuchung. Die Grundlage eines diagnoseorientierten Vorgehens bildet eine effiziente, gründliche und systematisch strukturierte klinische Untersuchung des Kniegelenks, einschließlich Inspektion, Palpation und funktioneller Tests. Eine strukturierte Anamnese ist unerlässlich und bildet zusammen mit der körperlichen Untersuchung die Basis für weiterführende Diagnostik, trotz der Verfügbarkeit hoch technisierter bildgebender Verfahren. Bei der Inspektion liegt der Fokus zunächst auf der Beurteilung von Achsfehlstellungen, Asymmetrien und Muskelatrophien im Vergleich mit der Gegenseite. Im Weiteren werden einige klinisch relevante Tests und Untersuchungen für das Kniegelenk vorgestellt. Die Bewegungsanalyse ist ebenfalls von großer Bedeutung bei der Diagnose muskuloskelettaler Beschwerden, nicht nur im Zusammenhang mit dem Kniegelenk. Bei traumatischen Beschwerden ist eine detaillierte Rekonstruktion des Unfallhergangs hilfreich. Insbesondere bei Sportlern ist ein Verständnis für die sportartspezifischen Bewegungsabläufe und Belastungen wichtig, um klinische Befunde zu interpretieren. Informationen wie Alter, vorangegangene Ereignisse, Beginn und Verlauf der Beschwerden sowie genaue Angaben zur Schmerzlokalisation und -charakter (z. B. Einlaufschmerz, Bewegungsschmerz, Belastungsschmerz oder Ruheschmerz) bieten wichtige differenzialdiagnostische Hinweise.