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Krankheitsfrüherkennungsuntersuchungen bei Kindern und Jugendlichen

  • Burkhard Lawrenz

摘要

Früherkennungsuntersuchungen sind sekundäre Präventionsmaßnahmen. Als Instrumente dienen Screening-Tests. Inhalte und Zeitpunkte legt in Deutschland der Gemeinsame Bundesausschuss in der sog. Kinder-Richtlinie und der Richtlinie zur Jugendgesundheitsuntersuchung fest. Schwerpunkte sind zunächst die postnatale Adaptation, äußere Fehlbildungen, kritische Herzfehler, seltene Hormon- und Stoffwechselstörungen, Mukoviszidose, angeborene Hörstörungen, Katarakt, Gallenwegsatresie und Hüftdysplasie. Es schließt sich ein kontinuierliches Screening auf Störungen der motorischen und psychosozialen Entwicklung, des Sehens sowie des Wachstums und Gedeihens an. Im Alter von vier Jahren wird auf chronische Nierenkrankheiten und erworbene Hörstörungen gescreent. Im Jugendalter richtet sich das Screening zusätzlich auf Pubertätsstörungen, seelische Probleme, Drogenkonsum, familiäre Hypercholesterinämie und schulische/berufliche Entwicklung. In letzter Zeit wurden primärpräventive Beratungselemente hinzugefügt.