Epilepsien bei Kindern und Jugendlichen
摘要
Das wiederkehrende Auftreten von unprovozierten epileptischen Anfällen ist die Definition einer Epilepsie. Prinzipiell bedient sich die Klassifikation der Ätiologie, der Anfallssymptomatik und zum Teil des EEGs. Klassifiziert werden die einzelnen Anfallstypen, aus denen sich dann, zusammen mit der vermuteten Ätiologie, die Diagnose des Epilepsiesyndroms zusammensetzt. Die Indikation zu einer Dauertherapie wird nach dem Auftreten von mindestens zwei epileptischen Anfällen oder eines Status epilepticus gestellt. Zu Beginn der Therapie muss festgestellt werden, welches Epilepsiesyndrom vorliegt, da eine falsche Einordnung und damit falsche Wahl der Medikamente Anfälle provozieren kann. Ein einzelner epileptischer Anfall kann durchaus ein isoliertes Ereignis bleiben. Im Mittel liegt das Rezidivrisiko bei 40–50 %. Die individuelle Prognose einer Epilepsie hängt hauptsächlich vom jeweiligen Epilepsiesyndrom ab. Allgemein kann man sagen, dass, wenn alle Epilepsieformen gemeinsam betrachtet werden, je nach Einschlusskriterien ca. 70 % aller Epilepsien im Kindesalter in Remission kommen. Eine prächirurgische Epilepsiediagnostik ist bei Kindern mit fokalen Anfällen und/oder fokaler MRT-Läsion nach dem Versagen von zwei geeigneten Medikamenten indiziert. Eine Operation kann bei sorgfältig ausgewählten Patienten in über 60 % zur Anfallsfreiheit führen.