Die Behandlung von psychisch erkrankten Frauen im gebärfähigen Alter, insbesondere aber die Behandlung während der Schwangerschaft oder Stillzeit stellt die Behandler vor große Herausforderungen. Dabei erfordert die medikamentöse Behandlung psychischer Störungen in dieser besonders vulnerablen Zeit Kenntnisse über mögliche Auswirkungen auf die neonatale sowie frühkindliche Entwicklung. Mögliche substanzspezifische Risiken sind bei ihrem Einsatz dem natürlichen Risiko für Schwangerschafts-, Geburts- und neonatale Komplikationen, das mit der jeweiligen (unbehandelten) psychischen Erkrankung verbunden ist, gegenüberzustellen, schließlich ist gegenwärtig weder von der Europäischen Arzneimittelkommission (EMA) noch von der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde (FDA) ein Psychopharmakon zum Gebrauch während der Schwangerschaft oder Stillzeit zugelassen. Die Betrachtung der Risikoprofile aller, während dieser Zeit off-label verordneten Psychopharmaka, ist wichtig. Pharmakokinetische Veränderungen während dieser Zeit erfordern eine besondere Fokussierung auf die Arzneimitteltherapiesicherheit und den Behandlungserfolg und können mithilfe von Therapeutischem Drug Monitoring (TDM) kontrolliert werden. Bei jeder Therapieentscheidung handelt es sich um eine Einzelfallentscheidung unter Würdigung der Gesamtkonstellation. Als zentraler Bestandteil der Pharmakotherapie während Schwangerschaft und Stillzeit gilt die engmaschige Therapieüberwachung.

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Psychopharmakotherapie und psychiatrische Begleitung in Schwangerschaft und Stillzeit

  • Michael Paulzen,
  • Georgios Schoretsanitis

摘要

Die Behandlung von psychisch erkrankten Frauen im gebärfähigen Alter, insbesondere aber die Behandlung während der Schwangerschaft oder Stillzeit stellt die Behandler vor große Herausforderungen. Dabei erfordert die medikamentöse Behandlung psychischer Störungen in dieser besonders vulnerablen Zeit Kenntnisse über mögliche Auswirkungen auf die neonatale sowie frühkindliche Entwicklung. Mögliche substanzspezifische Risiken sind bei ihrem Einsatz dem natürlichen Risiko für Schwangerschafts-, Geburts- und neonatale Komplikationen, das mit der jeweiligen (unbehandelten) psychischen Erkrankung verbunden ist, gegenüberzustellen, schließlich ist gegenwärtig weder von der Europäischen Arzneimittelkommission (EMA) noch von der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde (FDA) ein Psychopharmakon zum Gebrauch während der Schwangerschaft oder Stillzeit zugelassen. Die Betrachtung der Risikoprofile aller, während dieser Zeit off-label verordneten Psychopharmaka, ist wichtig. Pharmakokinetische Veränderungen während dieser Zeit erfordern eine besondere Fokussierung auf die Arzneimitteltherapiesicherheit und den Behandlungserfolg und können mithilfe von Therapeutischem Drug Monitoring (TDM) kontrolliert werden. Bei jeder Therapieentscheidung handelt es sich um eine Einzelfallentscheidung unter Würdigung der Gesamtkonstellation. Als zentraler Bestandteil der Pharmakotherapie während Schwangerschaft und Stillzeit gilt die engmaschige Therapieüberwachung.