Supportive Psychotherapie ist ein fundamentales Element der psychiatrischen Grundversorgung. Sie ist eine interventionsorientierte, unterstützende Therapieform, die darauf abzielt, Patienten in belastenden psychischen Zuständen zu stabilisieren und ihnen Orientierung zu geben. Sie findet Anwendung bei Patienten im Zustand akuter psychischer Dekompensation – etwa einer schweren depressiven Episode mit Suizidalität – sowie bei chronischen, ich-syntonen psychischen Störungen, wie einer anhaltenden Persönlichkeitsstörung oder Residualsymptomatiken. Diese Patienten verfügen oft nicht über ausreichende Ressourcen, um von spezifischen psychotherapeutischen Verfahren zu profitieren, die eine auf Einsicht und Veränderung ausgelegte Auseinandersetzung mit dem eigenen Erleben und Verhalten erfordern. Die therapeutischen Maßnahmen sind v. a. darauf ausgerichtet, ein möglichst hohes Funktionsniveau und eine hohe Lebensqualität trotz bestehender Symptomatik sicherzustellen. Supportive Psychotherapie ist eklektisch, das heißt, sie kombiniert verschiedene therapeutische Ansätze flexibel und individuell. Dabei geht es nicht nur um Stabilisierung, sondern auch um spürbare Entlastung der Symptomatik.

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Supportive Psychotherapie und ärztliche Gesprächsführung

  • Roland Weierstall-Pust,
  • Klaus Schonauer

摘要

Supportive Psychotherapie ist ein fundamentales Element der psychiatrischen Grundversorgung. Sie ist eine interventionsorientierte, unterstützende Therapieform, die darauf abzielt, Patienten in belastenden psychischen Zuständen zu stabilisieren und ihnen Orientierung zu geben. Sie findet Anwendung bei Patienten im Zustand akuter psychischer Dekompensation – etwa einer schweren depressiven Episode mit Suizidalität – sowie bei chronischen, ich-syntonen psychischen Störungen, wie einer anhaltenden Persönlichkeitsstörung oder Residualsymptomatiken. Diese Patienten verfügen oft nicht über ausreichende Ressourcen, um von spezifischen psychotherapeutischen Verfahren zu profitieren, die eine auf Einsicht und Veränderung ausgelegte Auseinandersetzung mit dem eigenen Erleben und Verhalten erfordern. Die therapeutischen Maßnahmen sind v. a. darauf ausgerichtet, ein möglichst hohes Funktionsniveau und eine hohe Lebensqualität trotz bestehender Symptomatik sicherzustellen. Supportive Psychotherapie ist eklektisch, das heißt, sie kombiniert verschiedene therapeutische Ansätze flexibel und individuell. Dabei geht es nicht nur um Stabilisierung, sondern auch um spürbare Entlastung der Symptomatik.