Worin liegt die normative Kraft des Schönen?
摘要
Was ist Schönheit und worin liegt ihre normative Kraft? Tragen ästhetische Subjektivität und Wahrnehmung emanzipativ-befreiende Impulse in sich, die gesellschaftliche Lernprozesse anstoßen können? Was verrät die Rätselhaftigkeit schöner Eindrücke über unser Zusammenleben? Der vorgelegte Beitrag kann diese Fragen nicht umfassend klären, will sie aber durch eine Rekonstruktion klassischer philosophischer Konzeptionen des Schönen, wie sie in der Ästhetik der Aufklärungszeit von Alexander Baumgarten, Immanuel Kant und G.W.F. Hegel jeweils unterschiedlich akzentuiert ausformuliert wurden, adressieren. An diesen Gründungsdiskursen der modernen Ästhetik soll das Schöne als ‚hintergründiges Scheinen‘ besser verstanden werden. Nicolai Hartmann hat in Anlehnung an die klassischen ästhetischen Theorien den ontologischen Modus dieses Scheins genauer bestimmt, sein Denken macht das Schöne in unterschiedlichen Sinnschichten zugänglich und differenziert es dahingehend aus.