Robert Musil
摘要
In seiner Dankesrede anlässlich des Banketts zur Entgegennahme des Literaturnobelpreises bekannte Elias Canetti sich zu „vier Männer[n]“, die ihm zufolge alle zum „verspäteten, zum eigentlichen Europa“ gehört haben und „von denen“ er sich „nicht zu trennen“ vermöge: „Ihnen verdanke ich es, dass ich heute vor Ihnen stehe und ich möchte ihre Namen vor Ihnen nennen“, nämlich (1.) Karl Kraus, (2.) Franz Kafka und (4.) Hermann Broch, doch bereits vor jenem und wichtiger als ‚Einfluss‘ auf das eigene Werk (3.) Robert Musil (ARG 115–116). In gewisser Weise nahm Canetti die eigene Auszeichnung durch die Schwedische Akademie nur im Namen dieser Autoren an: „Es wäre unmöglich für mich, heute nicht an diese vier Männer zu denken. Wären sie noch am Leben, so stünde wohl einer von ihnen an meiner Stelle da. […] [I]ch möchte Ihnen von Herzen danken und ich glaube, ich darf das nur, wenn ich zuvor meine Schuld an diese vier vor Ihnen öffentlich bekannt habe“ (ARG 116; vgl. Br 652, 661, 667). Die vom Werk Robert Musils ausgehende Faszination sei zudem eine anhaltende: