Am 25. September 1924, nach einer erfolgreichen Karriere als mathematischer Logiker in Cambridge und London, hielt Alfred North Whitehead (1861–1947) seine erste Philosophieklasse an der Harvard University. Das Echo von William Jamesʼ Stimme hallte noch immer in der Emerson Hall wider und winkte Whiteheads bahnbrechende Konzeptualisierungen herbei. Vier Jahre später reiste er zurück über den Atlantik an die Universität von Edinburgh, um die verblüffend originellen Gifford-Vorlesungen zu halten, aus denen Process and Reality (1929) entstand. Was auch immer man über andere große philosophische Werke sagen mag, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts veröffentlicht wurden, Whiteheads Process and Reality hebt sich davon ab wie eine seltsame und schöne Blume auf einer einsamen urzeitlichen Lichtung. Obwohl er selbst zugibt, dass es sich bei seinen Gedanken um „Fußnoten zu Platon“ handelt und somit in der europäischen philosophischen Tradition stehen, soll sein Buch die Leser zu einer gewagten spekulativen Abkehr von althergebrachten Denkgewohnheiten anregen.

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Prozessphilosophie

  • Matthew David Segall

摘要

Am 25. September 1924, nach einer erfolgreichen Karriere als mathematischer Logiker in Cambridge und London, hielt Alfred North Whitehead (1861–1947) seine erste Philosophieklasse an der Harvard University. Das Echo von William Jamesʼ Stimme hallte noch immer in der Emerson Hall wider und winkte Whiteheads bahnbrechende Konzeptualisierungen herbei. Vier Jahre später reiste er zurück über den Atlantik an die Universität von Edinburgh, um die verblüffend originellen Gifford-Vorlesungen zu halten, aus denen Process and Reality (1929) entstand. Was auch immer man über andere große philosophische Werke sagen mag, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts veröffentlicht wurden, Whiteheads Process and Reality hebt sich davon ab wie eine seltsame und schöne Blume auf einer einsamen urzeitlichen Lichtung. Obwohl er selbst zugibt, dass es sich bei seinen Gedanken um „Fußnoten zu Platon“ handelt und somit in der europäischen philosophischen Tradition stehen, soll sein Buch die Leser zu einer gewagten spekulativen Abkehr von althergebrachten Denkgewohnheiten anregen.