Biologie
摘要
Zentrale Fragen der Biologie bilden einen sehr wichtigen Ausgangspunkt der reifen prozessphilosophischen Phase Whiteheads, die mit Science and the Modern World beginnt. Whitehead hält die Problematik des Lebens für die zentrale Frage der Wissenschaft und Philosophie (MTd, 178/MT, 148). Die lebendige Natur kann uns den Schlüssel für das Verständnis der nicht biologischen Natur liefern (MTd, 180/MT, 150): Er fordert, „dass die Mängel unseres Konzepts der physischen Natur durch die Fusion mit dem Begriff des Lebens ausgeglichen werden sollen“ (MTd, 180/MT, 150). Er insistiert darauf, dass „die Grundprinzipien des Lebendigen auf rudimentäre Weise in allen Formen der physischen Existenz gegenwärtig sind“ (FRd, 21/FR, 21). Er wendet also oft den Begriff ‚Leben‘ auf Prozesse sowohl der biotischen Natur, die von den Biowissenschaften studiert werden, als auch der abiotischen, die vor allem Gegenstand der Physik ist, an. Bei jedem elementaren Prozess der abiotischen und der biotischen Natur, d. h. bei jeder noch so einfachen ‚actual entity‘, handelt es sich um einen „individuellen Akt unmittelbaren Selbsterlebens, ein Erfahrungsereignis“ (MTd, 180–181/MT, 151). ‚Actual entities‘ sind jedoch Erfahrungsakte, denen nur außerordentlich selten Bewusstsein zukommt (PRd, 69 & 115 & 121 & 264 & 509/PR, 25 & 53 & 56 & 139 & 280; FRd, 16 & 30/FR, 16 & 32). Das Bewusstsein ist lediglich der Höhepunkt des Mentalen (AId, 332/AI, 180; FRd, 30–31/FR, 33–34.). ‚Leben‘ bedeutet „reine Aktivität“ (MT, 178/147) und Wert, der um seiner selbst willen existiert (MTd, 167/MT, 135). Sogar das Verständnis der elementarsten Prozesse, d. h. der quantenphysikalischen Ereignisse der abiotischen Natur, erfordert „einen Begriff kreativer Aktivität“ (MTd, 181/MT, 151).