Trugschluss der einfachen Lokalisierung
摘要
Für Whitehead sind miteinander verwobene Erfahrungsmomente die Grundbausteine des Kosmos. Die Philosophie hat hingegen oft isolierte Substanzen als letzte Bausteine der Wirklichkeit angenommen. Das Subjekt-Prädikat-Schema des Aussagesatzes verleitet uns dazu, unsere Ontologie an genau dieser universellen sprachliche Struktur auszurichten. Dies führt zu einem doppelten Trugschluss. Ein Satz drückt durch die Subsumierung eines konkreten Einzeldings unter eine allgemeine Eigenschaft immer eine Abstraktion aus. Daher neigen wir dazu, die Abstraktion für die Realität selbst zu halten (‚fallacy of misplaced concreteness‘). Die hervorgehobene grammatische Position des Subjekts des Aussagesatzes (Nomen) verleitet uns dazu, in sich abgeschlossene und genau lokalisierbare Entitäten anzunehmen. Das ist ebenso ein Trugschluss, der sich vor allem in der Substanzmetaphysik bemerkbar machte (‚fallacy of simple location‘). Die Frage ist allerdings, warum dies ein Trugschluss ist. Welcher Fehler in der Bestimmung der grundlegenden Strukturen der Wirklichkeit wird hier begangen?