Whiteheads Methode der Wahl zur Lösung von Problemen unterschiedlichster Art – mathematischer, physikalischer oder philosophischer Natur – bestand darin, eine koordinierte Ganzheit zu postulieren, dies das Problem einschließt bzw. ‚inkludiert‘. Der Begriff ‚Inklusion‘ hat für Whitehead dabei eine sehr breite Bedeutung, die er in der „Theorie des Ausdehnungszusammenhangs (‚extensive connection‘)“ (vgl. PR, Teil IV) ausarbeitet. Das koordinierte Ganze wird in der Kategorie des Ultimativen postuliert und wirft als solches die Frage auf, ob das Ganze eines oder viele ist – das älteste Problem der Metaphysik, abgesehen vielleicht von der Frage „Warum gibt es etwas und nicht nichts?“. Whitehead begegnet dem Problem mit der bekannten These „the many become one and are increased by one“ (PR, 21). Die so verstandene Ganzheit wird entlang dreier Achsen aufgespannt: Existenz (‚existence‘) (x), Erklärung (‚explanation‘) (y) und Verpflichtung (‚obligation‘) (z). Jede dieser Achsen bildet einen Vektor, der genetisch spezifiziert werden kann, wobei die Art der Spezifizierung nicht für jeden Vektor dieselbe ist. Grob gesagt, befasst sich Teil I von Process and Reality (PR) mit der genetischen Spezifizierung und Analyse der Existenz, Teil II mit der Analyse der Wahrnehmung, in der auch das Thema Erklärung behandelt wird, und Teil III mit der unteilbaren, aber analysierbaren Relation des Vorverständnisses (des allgemeinsten Modus der Inklusion), über die die Zunahme an Werten in der Welt erklärt wird. ‚Verpflichtung‘ (‚obligation‘) hat in Whiteheads Verständnis demnach folgende ungewöhnliche Bedeutung: Wir sind verpflichtet, dasjenige als Tatsache zu bezeichnen, das einen realer Wert ist. Die bimetrischen Tensoren aus Teil IV, j bzw. g enthalten die Ergebnisse einer genetischen Spezifizierung und Analyse sowie einer Koordinatenteilung und einer Analyse sowohl dessen, was teilbar, aber ungeteilt ist, als auch dessen, was eigentlich nicht teilbar, analysierbar und abstrahierbar ist.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Koordinierte Teilung

  • Randall E. Auxier

摘要

Whiteheads Methode der Wahl zur Lösung von Problemen unterschiedlichster Art – mathematischer, physikalischer oder philosophischer Natur – bestand darin, eine koordinierte Ganzheit zu postulieren, dies das Problem einschließt bzw. ‚inkludiert‘. Der Begriff ‚Inklusion‘ hat für Whitehead dabei eine sehr breite Bedeutung, die er in der „Theorie des Ausdehnungszusammenhangs (‚extensive connection‘)“ (vgl. PR, Teil IV) ausarbeitet. Das koordinierte Ganze wird in der Kategorie des Ultimativen postuliert und wirft als solches die Frage auf, ob das Ganze eines oder viele ist – das älteste Problem der Metaphysik, abgesehen vielleicht von der Frage „Warum gibt es etwas und nicht nichts?“. Whitehead begegnet dem Problem mit der bekannten These „the many become one and are increased by one“ (PR, 21). Die so verstandene Ganzheit wird entlang dreier Achsen aufgespannt: Existenz (‚existence‘) (x), Erklärung (‚explanation‘) (y) und Verpflichtung (‚obligation‘) (z). Jede dieser Achsen bildet einen Vektor, der genetisch spezifiziert werden kann, wobei die Art der Spezifizierung nicht für jeden Vektor dieselbe ist. Grob gesagt, befasst sich Teil I von Process and Reality (PR) mit der genetischen Spezifizierung und Analyse der Existenz, Teil II mit der Analyse der Wahrnehmung, in der auch das Thema Erklärung behandelt wird, und Teil III mit der unteilbaren, aber analysierbaren Relation des Vorverständnisses (des allgemeinsten Modus der Inklusion), über die die Zunahme an Werten in der Welt erklärt wird. ‚Verpflichtung‘ (‚obligation‘) hat in Whiteheads Verständnis demnach folgende ungewöhnliche Bedeutung: Wir sind verpflichtet, dasjenige als Tatsache zu bezeichnen, das einen realer Wert ist. Die bimetrischen Tensoren aus Teil IV, j bzw. g enthalten die Ergebnisse einer genetischen Spezifizierung und Analyse sowie einer Koordinatenteilung und einer Analyse sowohl dessen, was teilbar, aber ungeteilt ist, als auch dessen, was eigentlich nicht teilbar, analysierbar und abstrahierbar ist.