Dass Hesse zeit seines Lebens, hauptsächlich aber in seiner Jugend, ein extensiver Leser war, geht nicht nur aus autobiografischen Zeugnissen hervor (vgl. 12, 49 f. u.ö.). Vielmehr hat auch die Forschung das Thema einschlägig dargestellt und in diesem Zusammenhang sein Verhältnis zur literarischen Tradition ebenso beleuchtet wie das zur Moderne (vgl. Orosz 2013, 85–89) – wobei eine systematische Gesamtdarstellung fehlt und lediglich in Einzelbeiträgen seine Beschäftigung mit ausgesuchten Abschnitten der Literarhistorie behandelt wird. Als Autodidakt orientiert er sich zunächst an großen Namen der Literaturgeschichte, vor allem an Goethe sowie den Romantikern (vgl. Huber 2004, 178), und eignet sich schon früh „breite Kenntnisse und eine Übersicht über Literatur an“ (Orosz 2013, 85). Dabei gilt, das zeigt exemplarisch die thematische Vielfalt seiner Rezensionen, sein Augenmerk zwar einer internationalen „Weltliteratur“ (14, 402–410; vgl. auch Huber 2019, 9–11, 17–19; Hahn 2009, 405; Singh 2011, 121), fokussiert sich de facto aber überwiegend auf die deutschsprachige Überlieferung (14, 410–414).

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Literarische Traditionen

  • Antonie Magen

摘要

Dass Hesse zeit seines Lebens, hauptsächlich aber in seiner Jugend, ein extensiver Leser war, geht nicht nur aus autobiografischen Zeugnissen hervor (vgl. 12, 49 f. u.ö.). Vielmehr hat auch die Forschung das Thema einschlägig dargestellt und in diesem Zusammenhang sein Verhältnis zur literarischen Tradition ebenso beleuchtet wie das zur Moderne (vgl. Orosz 2013, 85–89) – wobei eine systematische Gesamtdarstellung fehlt und lediglich in Einzelbeiträgen seine Beschäftigung mit ausgesuchten Abschnitten der Literarhistorie behandelt wird. Als Autodidakt orientiert er sich zunächst an großen Namen der Literaturgeschichte, vor allem an Goethe sowie den Romantikern (vgl. Huber 2004, 178), und eignet sich schon früh „breite Kenntnisse und eine Übersicht über Literatur an“ (Orosz 2013, 85). Dabei gilt, das zeigt exemplarisch die thematische Vielfalt seiner Rezensionen, sein Augenmerk zwar einer internationalen „Weltliteratur“ (14, 402–410; vgl. auch Huber 2019, 9–11, 17–19; Hahn 2009, 405; Singh 2011, 121), fokussiert sich de facto aber überwiegend auf die deutschsprachige Überlieferung (14, 410–414).