Instrumentation
摘要
Bei Instrumentationsanalysen geht es selten um den Nachweis einer werkhaften Geschlossenheit von Stücken. Meist wird anhand kurzer Ausschnitte die Wirkung spezieller Kombinationen von Instrumenten demonstriert. Man findet Aufklärung über Techniken und ihre Wirkungen, man findet Tipps, Tricks und Rezepte. Die orchestrale Architektur oder die orchestrale Dramaturgie eines Ganzen werden kaum in den Blick genommen, vermutlich wegen des vorherrschenden Gebrauchscharakters solcher Analysen. Dieser stammt aus einer Zeit, als Besetzungen einen höheren Ad-libitum-Anteil besaßen. Er kam dem Wunsch entgegen, analytisch zu vermessen und Techniken lehrbar zu machen. Für eine exemplarische vergleichende Instrumentationsanalyse werden in dem vorliegenden Beitrag der zweite Satz in fis-Moll (Adagio) aus Mozarts Klavierkonzert KV 488 und das Adagietto aus Francis Poulencs Orchestersuite Les Biches herangezogen.