Rhythmus und Metrum
摘要
Das vorliegende Kapitel behandelt das Thema Rhythmus, wobei es den Fokus auf dessen quantitativen, »metrischen« Aspekt richtet: das Wie-Lange, das Wie-Viel an Dauer. Dabei nehme ich den Begriff »Aspekt« ernst; denn auch wenn wir die »Länge« eines Ereignisses aus praktischen Gründen unabhängig von diesem Ereignis selbst betrachten können (und damit als eine Quantität von einer Qualität loslösen können) – das tatsächliche rhythmische Ereignis bleibt davon doch unberührt. Mit dem, was ich das »metrische Maß« (measure) von Rhythmus nenne, will ich versuchen, den Raum für eine Komplexität von Wahrnehmung zu eröffnen, die sich dem Vollzug einer Trennung von Quantität und Qualität verweigert. Beginnen werde ich mit einer kurzen Einschätzung des derzeitigen Standes, über Metrum als Quantität zu nachzudenken, um die Gefahren und Versprechen verschiedener aktueller Perspektiven zu erwägen. Nach diesem Überblick will ich eine »rhythmische « Sichtweise von Metrum versuchen und diese Konzeption dann anhand einer prozess- oder ereignisbasierten Analyse des Anfangs von Beethovens Streichquartett op. 132 erproben.