Oper
摘要
Das Kapitel stellt eine Aussage Mozarts ins Zentrum, der in einem Brief an seinen Vater davon sprach, dass, wenn sich Komponisten beim Schreiben von Opern nur an traditionelle kompositorische Regeln hielten, eine für das Theater »untaugliche Musick « entstünde. Wenn sich »taugliche« Opernmusik im Umkehrschluss durch das Verletzen von Regeln auszeichnet, stellt sich die Frage, wie man sich ihr analytisch angemessen nähern kann. In diesem Kapitel suche ich nach möglichen Antworten. Dies soll durch die Bestimmung der dualistischen Funktion der Opernmusik und der Diskussion grundlegender analytischer Ansätze geschehen (Dahlhaus, Petrobelli, die »multivalence«-Schule, Della Seta usw.). Die Diskussion mündet in die Vorstellung einer Reihe analytischer Werkzeuge (strukturellorganisatorische und illustrative), die diese verschiedenen Analyseansätze unterstützen können. Die Analysen konzentrieren sich vor allem auf Szenen und Arien von Mozart, Verdi (»Ah, fors’è lui« aus La traviata) und Wagner (Vorspiel und 1. Szene aus Das Rheingold).