Ein kognitiv inspiriertes Computermodell der Musikanalyse ist ein Modell, das kognitiv plausible Mechanismen einsetzt, als Computerprogramm implementiert ist, Musik als Eingabe akzeptiert und eine Repräsentation oder Analyse bestimmter musikalischer Aspekte liefert. In diesem Artikel liegt der Schwerpunkt auf digital vorliegenden Audioaufnahmen von Klang und Musik. Es werden empirische Befunde aus den Gebieten der Neuro- und Kognitionswissenschaften, der Psychoakustik und der Musikpsychologie zusammengefasst. Es wird ein Überblick über die Methoden gegeben, die zur Modellierung der empirischen Befunde herangezogen werden: Audiosignalverarbeitung (Fourier-Transformation) und künstliche Intelligenz (neuronale Netze, Deep Learning, Markov-Ketten, Dimensionsreduktion, Clustering). Folgende Anwendungsbeispiele werden erörtert: automatische Erkennung von Instrumenten oder Tonarten, die Herausbildung der kognitiven Repräsentation des Quintenzirkels und ein generatives Modell zur Erzeugung von Drum-Loops. Die Problematik der Evaluierung von Computermodellen wird behandelt. Schließlich wird ein Szenario für die zukünftige Entwicklung des Gebietes entworfen.

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Kognitiv inspirierte Computermodellierung

  • Hendrik Purwins

摘要

Ein kognitiv inspiriertes Computermodell der Musikanalyse ist ein Modell, das kognitiv plausible Mechanismen einsetzt, als Computerprogramm implementiert ist, Musik als Eingabe akzeptiert und eine Repräsentation oder Analyse bestimmter musikalischer Aspekte liefert. In diesem Artikel liegt der Schwerpunkt auf digital vorliegenden Audioaufnahmen von Klang und Musik. Es werden empirische Befunde aus den Gebieten der Neuro- und Kognitionswissenschaften, der Psychoakustik und der Musikpsychologie zusammengefasst. Es wird ein Überblick über die Methoden gegeben, die zur Modellierung der empirischen Befunde herangezogen werden: Audiosignalverarbeitung (Fourier-Transformation) und künstliche Intelligenz (neuronale Netze, Deep Learning, Markov-Ketten, Dimensionsreduktion, Clustering). Folgende Anwendungsbeispiele werden erörtert: automatische Erkennung von Instrumenten oder Tonarten, die Herausbildung der kognitiven Repräsentation des Quintenzirkels und ein generatives Modell zur Erzeugung von Drum-Loops. Die Problematik der Evaluierung von Computermodellen wird behandelt. Schließlich wird ein Szenario für die zukünftige Entwicklung des Gebietes entworfen.