Post-Tonal Theory: Zwölftontheorie und Set Theory
摘要
Zwölftontheorie und musikalische Set Theory umfassen zwei verschiedene, sich jedoch zu einem wesentlichen Teil überlappende Gebiete. In der geläufigen Begriffsbestimmung beinhaltet die Zwölftontheorie die Erfassung der abstrakten strukturellen Eigenschaften des Systems der zwölf Tonhöhenqualitäten der chromatischen Skala (Menge der zwölf »pitch classes« von c, cis / des, d etc. bis h) einerseits sowie die Darstellung der Praxis der Zwölftonkomposition in ihren verschiedenen ästhetischen Ansätzen seit 1919 andererseits. Der Begriff der Set Theory (englisch für »Mengenlehre«) stammt aus der Mathematik und bezeichnet in der musikalischen Analyse die Methode zur Erklärung von Strukturen und deren Beziehungen untereinander, in beliebigen musikalischen Systemen. Die Set Theory eignet sich somit zur Analyse verschiedenartiger Tonhöhenstrukturen – seien sie frei atonal, zwölftönig, tonal oder auf anderen Tonhöhensystemen basierend – als auch anderer Parameter wie etwa des Rhythmus. Dieser Artikel umreißt die Entwicklung und die zentralen Begriffe der Zwölftontheorie und der Set Theory und veranschaulicht deren analytische Anwendung.