Berge
摘要
Von der Antike an stellen Berge in (literarischen) Reise-Texten einen teilweise ambigen Komplex von Topoi dar, in denen sich u. a. religiöse, politische, psychologische und anthropologische Elemente verbinden, überschneiden und widersprechen. Grundlegend dafür ist zum einen die laut Jurij M. Lotman universelle vertikale Opposition von oben und unten (vgl. Lotman 2010, 174), wobei die oben gelegenen Regionen und damit die Berggipfel »quasi kulturunabhängig « (Böhme 2007, 47) als Wohnort mächtiger Götter gelten und daher fast ausnahmslos tabu für Menschen sind. In seltenen Fällen jedoch wird auserwählten Menschen wie z. B. Moses oder Muhammed auf Berggipfeln Gottes Botschaft offenbart (vgl. ebd., 54).