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Reise ins All

  • Hania Siebenpfeiffer

摘要

Reisen durch den Weltraum sind in der abendländischen Literatur seit Ciceros Somnium Scipionis (54– 52 v. d. Z.; überliefert durch Macrobius 400 n. d. Z.), Plutarchs Peri toú emphainomenou prosopou toi kukloi tes selenes (De facie quae in orbe lunae apparet; zw. 70 und 100 n. d. Z.) und Lukians Ikaroménippos und Alēthê diēgḗmata (zw. 140 und 180 n. d. Z.) überliefert (vgl. grundlegend zur kosmischen Reise Siebenpfeiffer 2025). Während bei Cicero der Protagonist Scipio retrospektiv einen prognostischen Traum erzählt, in dem er von der Seele seines verstorbenen Großvaters durch das All geleitet wird, und Plutarch die ebenfalls im Traum realisierte Visite auf dem Mond zum Anlass nimmt, um über die unebene Beschaffenheit der Mondoberfläche zu sinnieren, steht Lukian für die kosmische Erweiterung der menippeischen Satire (vgl. Roberts 2005, 21–31). Seine Erzählungen sind am deutlichsten als Imaginationsreisen markiert, die durch ein phantastisches All führen, das von skurrilen Fabelwesen bevölkert wird, die in erster Linie als satirische Kontrastfolie für irdische Zustände dienen.