Flucht/Migration
摘要
Phänomene von Migration im Allgemeinen und Flucht im Besonderen finden schon in der frühen Phase von Jelineks Schaffen Eingang in ihre Texte und erreichen im breit rezipierten Theatertext Die Schutzbefohlenen(2013) einen thematischen Höhepunkt. Bezugnahmen auf Flucht und Vertreibung erfolgen bei Jelinek in verschiedener Gewichtung sowohl im Zusammenhang mit der nationalsozialistischen Herrschaft als auch mit Bezug auf jeweils aktuelle Ereignisse, wobei historische Dimensionen vielfach interferieren. In den 1990er Jahren verfasste sie den Essay An uns selbst haben wir nichts für einen Fotoband der Fotografin Lisl Ponger, die in Wien lebende Menschen unterschiedlichster kultureller und religiöser Zugehörigkeiten portraitierte.