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Frauenbilder

  • Christa Gürtler,
  • Moira Mertens

摘要

Für Jelinek ist die Gender-Problematik in der Produktion von Kunst von entscheidender Bedeutung, denn die Frau, ohne Ort in der symbolischen Bedeutungskonstruktion, muss als Künstlerin (z. B. als Schriftstellerin oder Komponistin) eine als männlich codierte Position einnehmen. Die Frau als das kulturell ab- und ausgegrenzte »Andere« blickt in die durch männliche Strategien bestimmten Diskurse von Kunst, Ökonomie und Politik hinein, zu denen sie Zugehörigkeit erst erringen muss: »Auf diese Weise ist sie aber dazu verurteilt, die Wahrheit zu sprechen und nicht den schönen Schein.« (Jelinek 1983, S. 151) In ihrer Nobelpreisrede Im Abseits verschiebt Jelinek den Wahrheitsanspruch und bestimmt diese Position für den Dichter: »Sein Platz ist immer außerhalb. Nur was er aus dem Außen hineinsagt, kann aufgenommen werden, und zwar, weil er Zweideutigkeiten sagt.« (ABS)