Texte für Projektionen und Installationen
摘要
Computeraffin war Jelinek schon immer. Ihren 1986 erschienenen Theatertext Präsident Abendwind verfasste sie bereits zur Gänze auf einem Computer. Damit war sie europaweit eine der ersten Autor*innen, die den Computer zum Verfassen literarischer Texte eingesetzt haben. Jelineks literarisches Bestreben ist nachweislich stets von einem Unterwandern der herkömmlichen Allianz zwischen Autor*in, Text und Leser*in geprägt: ihr ohnedies vieldeutiges Assoziationsmaterial unterschiedlichster Sprachebenen wird durch Intermedialität, Intertextualität und Interaktivität nochmals umgedeutet – drei Begriffe, die die »Digital Natives« von aktueller Kunst heute vehement einfordern. Eine der wesentlichen Neuerungen, die computerunterstützte Systeme bieten, ist die Interaktion, mittels der User*innen ein Kunstwerk nach ihrem Gutdünken transformieren können.