Angabe der Person
摘要
Das umfangreiche Textflächenstück Angabe der Person von Jelinek unterscheidet sich von denen der letzten Jahre vor allem dadurch, dass man es nach moderner Begrifflichkeit als autofiktional bezeichnen könnte, obgleich die Frage »Wer spricht?« auch für diesen Text zentral bleibt, der weiterhin mit anonymen, fluktuierenden Stimmen arbeitet, die kaum einer »Person« zuzuordnen sind. Dennoch geht es um die Autorin persönlich (»So, bauen wir mal meine Lebenslaufbahn« (AP, S. 7)) – als »Figur«, »Stimme« literarisch transformiert –, um die von ihr subjektiv als äußerst problematisch empfundenen Steuerermittlungen durch den bayerischen Staat, die sie als Österreicherin mit Zweitwohnsitz in München zu erdulden hatte (am Ende wurde das Verfahren ohne Ergebnis eingestellt). Man bezichtigte sie des Verstoßes gegen das »Doppelbesteuerungsabkommen « (ebd., S. 129), vor allem aber der »Steuerhinterziehung« (ebd., S, 8) in erheblichem Umfang (»die fehlenden 200.000« (ebd., S. 9)), drohte ihr mit Gericht und Gefängnis: »Wir führen Sie in handlichen, klingenden Schellen ab« (ebd., S. 11).