Der Zauberberg war in der literarischen Öffentlichkeit schon einige Jahre vor seinem offiziellen Erscheinen gewissermaßen präexistent, als Gerücht und Ankündigung. So wollte beispielsweise die Berliner Zeitung am Mittag schon im Dezember 1913 wissen, dass Thomas Mann »eine größere epische Arbeit vollendet [hat], die den Titel ›Der Zauberlehrling‹ führen wird« (zit. n. Schlutt 2002, 181). Vor allem aber hatte Mann ab 1920 verschiedentlich aus dem work in progress gelesen und das Feld dergestalt auf seinen Roman vorbereitet. Am 21. April etwa trug er in Augsburg aus dem Manuskript vor und war sich der Wirkung auf das Publikum nicht sicher, wie das Tagebuch verrät: »Der alte, ziemlich unakustische Saal ausverkauft, ca. 500 Personen.

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Literaturkritik

  • Christoph Jürgensen

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Der Zauberberg war in der literarischen Öffentlichkeit schon einige Jahre vor seinem offiziellen Erscheinen gewissermaßen präexistent, als Gerücht und Ankündigung. So wollte beispielsweise die Berliner Zeitung am Mittag schon im Dezember 1913 wissen, dass Thomas Mann »eine größere epische Arbeit vollendet [hat], die den Titel ›Der Zauberlehrling‹ führen wird« (zit. n. Schlutt 2002, 181). Vor allem aber hatte Mann ab 1920 verschiedentlich aus dem work in progress gelesen und das Feld dergestalt auf seinen Roman vorbereitet. Am 21. April etwa trug er in Augsburg aus dem Manuskript vor und war sich der Wirkung auf das Publikum nicht sicher, wie das Tagebuch verrät: »Der alte, ziemlich unakustische Saal ausverkauft, ca. 500 Personen.