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Deutschland

  • Walter Delabar

摘要

Die deutsche Forschung zur Literatur der Weimarer Republik nach 1945 ist grundsätzlich durch dieselben Kontexte, Antinomien und Konjunkturen bestimmt, die auch die Germanistik insgesamt beeinflussten (vgl. Hermand 1994). Allerdings bleibt sie dabei im engeren Rahmen der Literaturgeschichtsschreibung, so dass neuere literaturtheoretische Ansätze, die auf die ideologiekritischen und sozialgeschichtlichen Konzepte hätten folgen sollen, erst verspätet oder nur am Rande implementiert wurden. Dominant sind hingegen Monografien zu Autor/innen der Weimarer Republik, hier v. a. Bertolt Brecht, Gottfried Benn, Carl von Ossietzky, Kurt Tucholsky, Franz Kafka, Thomas und Heinrich Mann, in der DDR zusätzlich zu Johannes R. Becher oder Anna Seghers. Seit den späten 1970er Jahren folgen auch Studien zu Marieluise Fleißer, Irmgard Keun oder Gabriele Tergit, später noch zu Autorinnen wie Annemarie Schwarzenbach. Daneben stehen seit der Ausdifferenzierung des Faches zahlreiche Spezialstudien zu Einzelaspekten.