Bildende Kunst
摘要
Die Kunstgeschichte der Weimarer Republik lässt sich als politische Geschichte, Medien- oder Materialgeschichte, als Geschlechter- oder Gewaltgeschichte erzählen. Angeregt von Publikationen wie Die Kunst-Ismen 1914–1924 von Hans Arp und El Lissitzky aus dem Jahr 1925 dominiert in den meisten Überblicken zur Kunst der 1920er Jahre indes die Geschichte der Strömungen (Expressionismus, Dada, Neue Sachlichkeit, Surrealismus; s. Kap. 7, 8, 9), Künstlergruppen und -prominenten und meist männlichen Künstler. Eine Vielstimmigkeit der Perspektiven jedoch, die das Vergessene, Verdrängte und Marginalisierte in den Blick nehmen würde, auch im Sinne eines ‚Gendering Modernism‘ (Bucur 2017), fehlt bislang.