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Kino

  • Malte Hagener

摘要

Das Kino war in der Zeit der Weimarer Republik ein veritables Massenmedium: 1919, im ersten Jahr der neuen Demokratie gab es landesweit 2836 Kinos, 1928 hatte sich diese Zahl auf 5267 erhöht, damit fast verdoppelt und ihren Höhepunkt erreicht (vgl. Prinzler 1995). Auch die Zahl der Kinobesucher/innen markierte in diesem Jahr mit 353 Millionen bezahlten Eintrittskarten den Höchststand in der kurzen Republik. Damit gingen die Deutschen 1928 im Durchschnitt etwa fünfeinhalbmal im Jahr ins Lichtspielhaus (zum Vergleich: derzeit liegt der Jahresdurchschnitt etwa bei 1,5). Wenn man nun diejenigen abzieht, die kein Kino in der Nähe hatten oder für die ein Besuch nicht in Frage kam (Kleinkinder, Kranke, Gebrechliche etc.), so muss man davon ausgehen, dass für den größeren Teil der Bevölkerung der Kinobesuch eine regelmäßige Freizeitbeschäftigung war, der man monatlich, wenn nicht gar wöchentlich nachging.